Rottenburg-Stuttgart

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Ernennungen zum Prälat und zum Monsignore

Päpstlicher Ehrentitel für Domkapitlular Rudolf Hagmann und Pfarrer Heinrich Maria Burkard

Papst Benedikt XVI. hat Domkapitular und Leiter der Hauptabteilung Pastorale Konzeption, Msgr. Rudolf Hagmann, den Titel eines Päpstlichen Ehrenkaplans im Rang eines Prälaten verliehen. Gleichzeitig verlieh er Heinrich Maria Burkard den Titel eines Päpstlichen Ehrenkaplans im Rang eines Monsignore. Bischof Gebhard Fürst überreichte die Ernennungen am 19. Mai 2009 im Rahmen der Sitzung des Bischöflichen Ordinariats.

In der Würdigung seiner Ernennung zum Prälat heißt es, Hagmann gehöre "zu den profiliertesten Priestern der Diözese" mit hohem Ansehen im Klerus. Er zeichne sich "durch eine tiefgehende, an der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche orientierten Spiritualität aus". Ein besonderes Anliegen seien ihm Pilgerwege und Wallfahrten. Ferner wird dort ausgeführt: "Seine Beziehungsfähigkeit, seine Zugewandtheit, seine Interesse und seine Liebe zu den Menschen aus dem Geist Jesu heraus ist im Leben und Wirken von Monsignore Hagmann erfahrbar und erlebbar." Viele hätten ihn als geistlichen Wegbegleiter gesucht und bei ihm Orientierung für die Lebensgestaltung gefunden. Hervorgehoben wird seine Fähigkeit, Menschen gerade auch in schwierigen Zeiten für das Evangelium und die Kirche zu begeistern und ihnen für die Seelsorge im 21. Jahrhundert Wegweisung anzubieten.

Rudolf Hagmann wurde im Februar 1952 in Mengen (Kr. Sigmaringen) geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er katholische Theologie und Pädagogik in Tübingen. Am 17. März 1979 wurde er zum Diakon, am 28. Juni 1980 in der Basilika St. Martin in Weingarten zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er in den Jahren 1980 bis 1983 als Vikar in Villingen-Schwenningen, St. Franziskus, und Böblingen. Von 1983 übernahm er die Aufgabe als Repetent im Priesterseminar in Rottenburg, die er bis zum Jahr 1987 inne hatte. Am 6. September 1987 wurde er für drei Jahre Pfarrer der Kirchengemeinde St. Antonius in Zuffenhausen. Im Jahr 1990 wurde er zum Spiritual am Theologenkonvikt Wilhelmsstift in Tübingen ernannt, 1997 Geistlicher Begleiter der Pastoralassistenten, ein Jahr später wurden ihm die Aufgaben des Spirituals am Priesterseminar anvertraut. Von 2001 bis 2004 war Rudolf Hagmann Pfarrer der Gemeinde Liebfrauen und St. Christina in Ravensburg. Im Jahr 2004 wurde er zum Domkapitular ernannt, ihm wurde die Leitung der Hauptabteilung IV - Pastorale Konzeptionen übertragen.

Als Leiter der Hauptabteilung IV - Pastorale Konzeption ist er zuständig für die Gemeindepastoral, die Strukturen der übergemeindlichen Zusammenarbeit, die Land- und Großstadtpastoral, für die Dekanate und Dekanatsverbände, das kirchliche Meldewesen, die Spiritualität und die Exerzitienarbeit, sowie die kategoriale Seelsorge mit unterschiedlichsten Bereichen und Gruppen.

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Seit der Auflösung des sogenannten "Ausländerreferats" im Bischöflichen Ordinariat hat sich Domkapitular Hagmann die Sache der Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprachen besonders zu eigen gemacht und wirbt nachhaltig für eine Kooperation und Gemeinschaft der Ortspfarreien mit den Katholiken aus anderen Ländern, die sich auf Grund der Migration hier niedergelassen haben. Die Gründung so genannter Muttersprachlicher Gemeinden, die Ende 2008 weitgehend abgeschlossen werden konnte, gehörte in den letzten Jahren zu seinen besonderen Aufgabenschwerpunkten.

Aufgrund seiner Verdienste war er bereits am 18. September 2006 zum päpstlichen Ehrenkaplan im Rang eines Monsignore ernannt worden.

Heinrich Maria Burkard

In der Würdigung zur Ernennung zum Monsignore heißt es, Pfarrer Burkard habe sich bereits in früheren Aufgabenbereichen als Gemeindepfarrer und stellvertretender Dekan "als qualifizierter Theologe und außergewöhnlicher Seelsorger erwiesen". Als Spiritual am Priesterseminar habe er sich in der geistlichen Begleitung junger Männer auf dem Weg zum Priesteramt in besonderer Weise ausgezeichnet. Dafür habe er sich auch durch eigene Fortbildung in "Geistlicher Begleitung" sowie in "Führen und Leiten in der Kirche" in spezieller Weise qualifiziert. Die Begleitung junger Menschen sei ihm besonders am Herzen gelegen. So sei auf seine Initiative hin die Arbeitsgemeinschaft "Geistliche Begleitung" in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gegründet worden; auch sei er federführend in der Entwicklung eines entsprechenden Konzepts gewesen. Heinrich-Maria Burkard sei ein Mensch, "der sein Leben und seinen Dienst geistlich durchdringen möchte" und den "eine tiefe Spiritualität auf dem Boden der katholischen Kirche" präge, heißt es weiter. Auch die seelsorgerliche und menschliche Begleitung seiner Mitbrüder sein ihm ein "Herzensanliegen". Ein hoher Einsatz im Dienst für die Mitbrüder, besonders auch in schwierigen Lebenssituationen, zeichneten ihn ebenso aus wie eine Fähigkeit zur Kommunikation und Zusammenarbeit.

Heinrich-Maria Burkard wurde im November 1958 in Rottweil geboren. In den Jahren von 1978 bis 1983 studierte er katholische Theologie in Tübingen und Rom. Am 17. Dezember 1983 wurde er zum Diakon und am 29. Juni 1985 in Schwäbisch Gmünd zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er in den Jahren 1985 bis 1987 als Vikar in Rechberghausen, Mariä Himmelfahrt. Von 1987 bis 1989 war er Vikar in Schwenningen, St. Franziskus.

Von 1989 bis 1997 war Heinrich-Maria Burkard Pfarrer in den Starzacher Teilgemeinden Bierlingen, Felldorf, Wachendorf und Börstingen (Kr. Tübingen). In dieser Zeit hatte er von 1994 bis 1997 auch das Amt des stellvertretenden Dekans des Dekanates Rottenburg inne, bevor er 1997 zum Spiritual am Theologenkonvikt Wilhelmsstift in Tübingen ernannt wurde.

Seit 1. Mai 2004 ist Heinrich-Maria Burkard Referent für die Personalführung der Priester (Hauptabteilung V - Pastorales Personal) und bekleidet seit dieser Zeit das Amt des Dompräbendars der Dompräbende St. Meinrad zu Rottenburg und nimmt in dieser Funktion seelsorgerliche und liturgische Aufgaben an der Bischofskirche wahr.

Pressemeldung drs/Thomas Broch

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